Fernglas: Ein kurzer Kaufratgeber

Ein Fernglas ist vielfältig einsetzbar und insgesamt gibt es über 1.000 verschiedene Modelle auf dem Markt, die in der Verarbeitung, der Optik und dem Design sehr stark variieren. Heutzutage werden sie nicht mehr nur für professionelle Jäger oder ausgebildete Seemänner angefertigt, sondern sind auch für Hobbybeobachter, beispielsweise für Vogelbeobachter, von Vorteil.

Bei einem Fernglas Kauf sind in der Regel fünf wichtige Kriterien für die Entscheidung relevant: Das Gewicht, die Vergrößerung, das Sehfeld, die Austrittspupille und das Glas.

Das Gewicht

 

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Das Gewicht eines Fernglases spielt eine konkrete Rolle, hierbei wird in zwei Richtungen unterschieden: Zunächst ist beim Transport ein geringes Gewicht von Vorteil, da der Beobachter oder Wanderer unterwegs möglichst kaum Gewicht bei sich haben möchte. Allerdings ist es beim Beobachten besser, wenn das Fernglas etwas schwerer ist, da der Beobachter es so ruhiger halten kann und einen besseren Blick hat.

Ferngläser variieren im Gewicht sehr stark. Es gibt Modelle mit nur 200 g oder solche, die über 2 kg wiegen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Fernglas ungefähr zwischen 700 g und 1 kg wiegt, da es so gut in der Hand liegt und auch nicht zu schwer ist.

Die Vergrößerung

Die Vergrößerung spielt bei den meisten Interessenten eine zentrale Rolle, da sie angibt, um wie vielfach Gegenstände oder Lebewesen durch das Glas vergrößert erscheinen. Zu den beiden beliebtesten Vergrößerungen zählen achtfach sowie zehnfach. Objekte, die sich ungefähr 100 m entfernt vom Standort befinden, erscheinen durch das Fernglas so, als wären sie nur in etwa 10 m entfernt. Vergrößerungen mit 8x oder 10x sind am geeignetsten für einen Kauf.

Das Sehfeld

Das Sehfeld ist als der Durchmesser der Fläche definiert, die senkrecht zur Sehlinie in einem Abstand von 1.000 m übersehen werden kann. Es gilt Sehfeld = Okularsehfeld / Vergrößerung. Das Sehfeld wird in Metern oder als Winkel in Grad angegeben, wobei 1° etwa 17,5 m entspricht. Ein zu kleines Sehfeld führt zum sogenannten Tunnelblick. Das Sehfeld gibt auch den Hinweis darauf, inwiefern ein Fernglas für verschiedene Menschen mit Brillen geeignet ist. Der Abstand zwischen Okularlinse und Auge muss hierfür größer als 14 mm sein. Als Käufer sollte unbedingt auf das Okularsehfeld geachtet werden. Werte über 55° sind hier besonders gut. Einen ausführlicheren Ratgeber für Ferngläser finden Sie hier.

Die Austrittspupille

Genauso wie in ein Fernglas Licht eintritt, entweicht am anderen Ende auch Licht. Wie viel Licht dabei austritt, hängt von der Öffnung sowie von der Vergrößerung des Fernglases ab. Das Licht tritt in einem Lichtbündel in bestimmter Größe aus dem Okular ins Auge, welches dort ein Bild erzeugt. Dieses Lichtbündel wird im Durchmesser von Millimetern angegeben und wird als Austrittspupille bezeichnet. Diese Austrittspupille beschreibt also die Größe des Bildpunktes, welcher am Ihnen zugewandten Ende des Fernglases auf die Augen trifft.

Das Glas

Das Licht muss in einem mittelgroßen Fernglas durch etwa 8 – 12 cm Glas hindurch. Es ist daher wichtig, dass sowohl die Sorte des Glases als auch die Glasverarbeitung erstklassig sind. Sehr teure Gläser sind zudem wasserdicht, tropentauglich und können repariert werden. Ist ein Fernglas bei kritischer Tagesbeobachtung gut, ist es üblicherweise auch nachts gut.

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